24. August 2026




Gemeinsam mit der Vorständin der GP Günter Papenburg AG, Angela Papenburg besuchten wir ein vom Mikrofonds Zukunftswege Ost gefördertes Projekt in der Gedenkstätte KZ-Außenlager Wansleben a. See.
Was die Gedenkstätte ausmacht
Im ehemaligen Bergwerk im Seegebiet Mansfelder Land schufteten von ca. März 1944 bis zur Befreiung durch die Alliierten im April 1945 Zwangsarbeiter:innen und zwangsverpflichtete Fachkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern für die deutsche Rüstungsindustrie. Der Verein zur Aufarbeitung der NS-Gewaltherrschaft Neu-Mansfeld/Georgi e.V. hat es sich seit 2006 zur Aufgabe gemacht an dieses KZ-Außenlager zu erinnern. Mit ausschließlich ehrenamtlichem Engagement der ca. 30 Mitglieder haben sie die Räume seitdem saniert, eine Gedenkstätte eingerichtet und somit die Gebäude vor dem Abriss bewahrt. Stattdessen wurde ein beeindruckender Ort mit vielen spannenden Informationen, einer Ausstellung und Räumlichkeiten für Lesungen und Workshops, etc. geschaffen.
Besonders beeindruckt war Angela Papenburg von der großartigen und zeitintensiven ehrenamtlichen Arbeit, die der Leiter des Gedenkstätte Dr. Werner, als Rentner für den Aufbau und die Führungen in die Gedenkstätte investiert. Obwohl die Gedenkstätte nur 30km von Halle entfernt ist, kannten unser Geschäftsführer Olaf Ebert und unser Vorstandsmitglied Dr. Karamba Diaby, welche beide in Halle wohnen, den Ort noch nicht.
Warum diese Orte wichtig sind für unsere Gesellschaft
Gerade dieser Umstand, dass die Gedenkstätte in der Nähe größerer Städte wie Halle oder Eisleben liegt und die verhältnismäßig geringe Bekanntheit der Gedenkstätte haben uns gezeigt, wie wichtig eine Förderung von Konzerten an diesem Ort ist. Durch kulturelle Veranstaltungen wird die Gedenkstätte belebt, sie wird für unterschiedliche Menschen zugänglich, welche sich Begegnen und in den Austausch kommen und sie trägt zu einer aktiven Erinnerung und Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus bei. Auch bieten die Konzerte kleine kulturelle Highlights für die ländlich geprägte Region.
Hier in der Gedenkstätte wird sichtbar, wie eng verzahnt und inmitten der damaligen Gesellschaft Verbrechen an der Menschlichkeit stattgefunden haben, in einer „Außenlager“Stätte des KZ Buchenwald, welche dann doch so nah und greifbar an den drei Städten Eisleben, Querfurt und Halle (Saale) war. Hier wird Raum geschaffen sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und damit auch für die Gegenwart zu lernen und sich der eigenen heutigen Verantwortung bewusst zu werden.
Möglichkeiten die Gedenkstätte kennenzulernen
Die Gedenkstätte ist für Besuchende und die Öffentlichkeit zugänglich und über die Sommermonate regelmäßig geöffnet. Nicht nur Schulklassen, welche den Ort zahlreich besuchen können hierhin kommen, sondern man kann eine Führung durch den ehemaligen Förderturm erleben, einen sanierten Raum für Veranstaltungen mit bis zu 100 Menschen mieten, oder eine der bereits geplanten Veranstaltungen besuchen. Am 26. September kann eine Lesung genossen werden und im November das Klezmer Trio „Jezmer“. Weitere Informationen dazu unter Aktuelles auf der Website der Gedenkstätte.
Danke, dass Erinnern möglich wird!
Danke, dass diese und weitere Zukunftswege Ost Projekte in Sachsen – Anhalt durch die GP Günter Papenburg AG möglich gemacht werden, welche sich mit einer Unternehmensspende von 20.000€ am Mikrofonds beteiligt hat. Spenden wie diese tragen zur Sichtbarkeit von kleinen Projekten bei und ermöglichen drei Konzerte in der Gedenkstätte in diesem Jahr, welche wertvolle Erinnerungsarbeit leistet. Ein großes Dankeschön auch an die Gedenkstätte, für ihre beeindruckende ehrenamtliche Arbeit! Denn Erinnern hießt verstehen und verstehen hilft es anders zu machen. Nie wieder ist jetzt!
Text: Annika Moll
Fotos: Olaf Ebert, Dr. Karamba Diaby, Zukunftswege Ost





