Es sind die Menschen, die vor Ort Verantwortung übernehmen, zuhören und Vertrauen stiften. Unsere Fokusregionen leben von engagierten Akteur:innen, die in ihrer Heimat fest verankert sind und mit Leidenschaft neue Allianzen schmieden. Sie bringen Zivilgesellschaft, Kommunen und regionale Unternehmen an einen Tisch und schaffen neue Verbindungen.

Mit der Strukturförderung von Zukunftswege Ost unterstützen wir in ausgewählten Modellregionen neue und innovative Formen der Kooperation zwischen Zivilgesellschaft, Stiftungen, Politik, Verwaltung und Unternehmen. Dadurch werden Kräfte vor Ort gebündelt und die Zivilgesellschaft in ihrer Rolle als Impulsgeberin für eine lebendige demokratische Kultur gestärkt. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, zivilgesellschaftliche Strukturen zukunftsfähiger aufzustellen und Wege zu ebnen, regionale Herausforderungen gemeinsam und wirksamer anzugehen.

Seit September 2026 gibt es in jedem ostdeutschen Bundesland eine Fokusregion, um dauerhafte und starke Kooperationsnetzwerke für demokratisches Engagement zu etablieren.

Lust, unsere Fokusregionen vor Ort mit Kontakten, Ressourcen oder guten Ideen zu unterstützen? Dann sind unsere Koordinator:innen in den Regionen die richtigen Ansprechpersonen.

Erfahre hier, was die Regionen besonders macht und welches Potential in ihnen steckt.

Vorpommern

Foto: RAA M-V e.V. / Fotograf Andreas Matsche

Stimmen aus der Region

„Von Herzen danke für dieses besondere Format, das Menschen verbindet, Mut sichtbar macht und echte Vernetzung ermöglicht. Ihr schafft Räume, in denen Beteiligung niedrigschwellig, empowernd und wirksam wird. Genau solche Orte braucht es, damit Menschen sich einbringen, mitgestalten und Zukunft gemeinsam entwickeln können.“ Teilnehmerin

„Wir bringen engagierte Menschen, Initiativen und Organisationen in Vorpommern zusammen, die sich für ein respektvolles Miteinander, solidarisches Handeln und lebendige Nachbarschaften einsetzen.  Zudem verknüpfen wir Aktive mit kommunalen und wirtschaftlichen Partner:innen vor Ort für innovative, sektorübergreifende Kooperationen.“ Team Fokusregion Vorpommern 

Was die Region besonders macht

Vorpommern begeistert mit Ostseestränden und weitem Raum, ist aber auch geprägt von großen Entfernungen, schwacher Infrastruktur und wirtschaftlichen Herausforderungen. Überalterung, fehlende Angebote und wachsender Rechtspopulismus machen demokratisches Engagement besonders wichtig. Viele Menschen engagieren sich lokal, jedoch oft wenig professionalisiert und vernetzt. Dieses Potential nutzen wir, um die regionale Zivilgesellschaft strukturell zu stärken.

Worum geht es in unserer Fokusregion?

Unser Ansatz verbindet Vernetzung, Sichtbarkeit und Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Wir organisieren Netzwerktreffen, unterstützen Mitmachprojekte und schaffen Öffentlichkeit für Engagement. Dabei arbeiten wir mit Vereinen, Initiativen, dem Landkreis, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie der Universität Greifswald zusammen.

Was vor Ort möglich wird

Wir stärken die Zivilgesellschaft in Vorpommern-Greifswald durch Vernetzung, Zusammenarbeit und mehr Sichtbarkeit. Teilnehmende knüpfen neue, strategische Kontakte, profitieren von Wissenstransfer und gewinnen öffentliche Anerkennung für ihr Engagement. Gemeinsam mit Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft entwickeln Engagierte Lösungen für regionale Herausforderungen. So entstehen neue Ideen, mehr Beteiligung und eine starke Zivilgesellschaft, die die Region langfristig mitgestaltet.

Wer wir sind

Foto: Alicja Orlow © A. Matsche/ RAA-MV e.V.

Alicja Orlow

Projektleitung

Email: alicja.orlow@raa-mv.de

Förderpartnerschaften

ZEIT STIFTUNG BUCERIUS
NORDMETALL-Stiftung

Träger

RAA Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Website

Zukunftswege Ost Vorpommern – Engagement vernetzen & sichtbar machen

Saalfeld-Rudolstadt

Foto: ZWO Dialogreise © Christian Steiner, Batix Software GmbH

Stimmen aus der Region

„Wir haben seit der Dialogreise von Zukunftswege Ost sieben neue Anfragen aus der Region erhalten, also es war für uns jetzt schon ein großer Erfolg.“ – Benjamin Palmovski, Save Nature Group

Was die Region besonders macht

Das größte Potenzial in Saalfeld-Rudolstadt ist die Vielzahl engagierter Menschen. Mit der Unterstützung von Zukunftswege Ost können die regionalen Ressourcen effektiver eingesetzt, Synergieeffekte genutzt und bestehende Potenziale verstärkt werden. So gelingt es langfristige und tragfähige Strukturen aufzubauen – eine regionale, soziale Kreislaufwirtschaft, die aus der Region heraus wirkt und nachhaltig Zukunft gestaltet.

Worum geht es in unserer Fokusregion?

Wir wollen gesellschaftliches Engagement nicht nur fördern, sondern neu denken und dadurch nachhaltig stärken. Dafür setzten wir die notwendigen Impulse und agieren als Triebfeder. Im Mittelpunkt stehen dabei tragfähige Kooperationen zwischen engagierter Zivilgesellschaft, regionaler Wirtschaft, Politik und Verwaltung – denn nachhaltige Veränderungen entstehen dort, wo unterschiedliche Akteur*innen gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Was vor Ort möglich wird

Mit der Etablierung einer koordinierenden und beratenden Stelle im Zukunftsladen Saalfeld entsteht eine zentrale Anlaufstelle, die Menschen, Initiativen und Institutionen der Region zusammenbringt und das bestehende Netzwerk gezielt erweitert. Sie ermöglicht überdies einen bundesweiten Transfer und Austausch, welcher die Entwicklung neuer, innovativer Ansätze fördert. Gleichzeitig unterstützt sie bei der Weiterentwicklung von Ideen und der erfolgreichen Umsetzung von Projektvorhaben. Netzwerkveranstaltungen und individuelle Beratungsangebote ermöglichen es, konkrete Bedarfe aufzugreifen und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Besonders die Zivilgesellschaft profitiert von struktureller Unterstützung sowie von einer größeren Sichtbarkeit durch eine aktive und professionelle Öffentlichkeitsarbeit.

Wer wir sind

Foto: David Theobald © C. Steiner/ Batix Software GmbH

David Theobald

Projektleitung

Email: D.Theobald@diakonie-wl.de

Förderpartnerschaften

Nemetschek Stiftung
FREUDENBERG STIFTUNG

Träger

Diakoniestiftung Weimar Lobenstein

Website

Zukunftsladen – Lust auf Zukunft

Görlitz

Foto: Demokratielounge © Tierra- eine Welt e.V.

Stimmen aus der Region

“Wir stärken demokratische Bildung und echte Beteiligung junger Menschen im Landkreis Görlitz. “JuPP!” schafft Brücken zwischen Jugendlichen, freie Trägern, Verwaltung und Poitik.”- Dorothea Schneider, Projektleitung Fokusregion Görlitz

Was die Region besonders macht

Der Landkreis Görlitz ist eine strukturschwache Region mit besonderen Herausforderungen: Räume für junger Menschen schwinden, während rechte Einstellungen und antidemokratische Kräfte präsent sind. Gleichzeitig gibt es engagierte Menschen, Initiativen und Netzwerke, die für Demokratie und Zusammenhalt einstehen. Daran knüpfen wir an, verbinden und stärken vorhandene Potenziale und machen zugleich deutlich: Demokratische Räume für junge Menschen müssen geschützt, erhalten und neu geschaffen werden.

Worum geht es in unserer Fokusregion?

Wir stärken demokratische Bildung und echte Beteiligung junger Menschen im Landkreis Görlitz. Im Projekt „JuPP!“ (Jugend und Politik + Partizipation) sollen junge Menschen nicht nur über ihre Zukunft sprechen, sondern sie aktiv in die Hand nehmen und mitgestalten.

Mit niedrigschwelligen, partizipativen Formaten – ob in Jugendtreffs, Schulen, Vereinen, im öffentlichen Raum oder digital – ermutigen wir Menschen, demokratische Werte zu leben, Verantwortung zu übernehmen und Perspektiven junger Menschen ernsthafter einzubeziehen.

Gleichzeitig begleiten wir kommunale Strukturen und Entscheidungsprozesse, fördern Vernetzung und Transparenz. Wir setzen uns dafür ein, dass die Demokratiearbeit ein fester, fachlich fundierter und langfristig abgesicherter Bestandteil der Jugendarbeit wird.

Was vor Ort möglich wird

Das Projekt stärkt Jugendbeteiligung und schafft Räume für Austausch, Mitbestimmung und demokratische Gegenkultur. Junge Menschen bekommen die Möglichkeiten, ihre Themen einzubringen, Haltung zu entwickeln und sich einzumischen. Gleichzeitig werden Jugendarbeit, Politik und Verwaltung stärker miteinander verbunden. Es entstehen vor Ort neue Ideen, mehr Sichtbarkeit für die Perspektiven junger Menschen und konkrete Möglichkeiten, die eigene Region mitzugestalten. Demokratie wird dadurch nicht nur vermittelt, sondern erlebt, diskutiert und gemeinsam gemacht.

Wer wir sind

Foto: Dorothea Schneider © Tierra – eine Welt e.V.

Dorothea Schneider

Projektleitung

Email: d.schneider@tierra-goerlitz.de

Förderpartnerschaften

FREUDENBERG STIFTUNG

Träger

Tierra eine Welt e.V.

Website

TIERRA – JuPP!

Uckermark

Foto: © Dörfernetzwerk Nordwestuckermark

Wer wir sind

Foto: Jela Thomé © Stefan Escher

Wir sind seit Juli 2026 dabei und werden

  • Engagement ermöglichen und stärken,
  • Kooperationen und neue Formen des Zusammenwirkens vor Ort fördern,
  • positive Entwicklungen des Engagements und
    gute lokale Lösungen sichtbar machen,
  • einen kreativen Austausch zwischen Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft gestalten.

Förderpartnerschaften

URBIS Foundation
Amadeu Antonio Stiftung

Träger

Bürgerstiftung Barnim Uckermark

Jela Thomé

Projektleitung

Email: zwo@buergerstiftung-barnim-uckermark.de

Altmark

Fotos: Altmark Mosaik © Edda Gehrmann

Foto: Antje Hille © Herbert Dierkes

Wir sind seit September 2026 dabei und werden

  • Menschen in der Altmark unterstützen, ihre
    Region aktiv mitzugestalten – getragen von
    einem starken Bündnis aus Zivilgesellschaft,
    Wirtschaft und Verwaltung
  • positive regionale Narrative setzen und verbreiten
  • Brücken bauen zwischen Engagierten, Netzwerken und Initiativen.

Förderpartnerschaften

Bertelsmann Stiftung

Träger

Freiwilligen-Agentur Altmark e.V.

Antje Hille

Projektleitung

Email: Antje.Hille@fa-altmark.de

Die ostdeutschen Flächenländer sind nicht nur in besonderem Maße von strukturellen Herausforderungen wie demographischem Wandel, Abwanderung und infrastrukturellen Schwächen betroffen. Auch die engagierte Zivilgesellschaft sieht sich mit schwierigen Bedingungen konfrontiert. Während Lücken in der Daseinsvorsorge größer werden, halten zivilgesellschaftliche Akteur:innen vielerorts Angebote aufrecht und behaupten demokratische Räume gegen antidemokratische Tendenzen, oft ohne stabile Strukturen oder hauptamtliche Unterstützung.

In der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Verwaltung fehlen dabei häufig Anknüpfungspunkte und eine gemeinsame Sprache. Begrenzte finanzielle, ideelle und personelle Ressourcen erschweren Kooperationen sowie die Entwicklung gemeinsamer Lösungen für regionale Herausforderungen weiter. Hier setzt die Strukturförderung als zweite Säule des Gemeinschaftsfonds Zukunftswege Ost an.

Von Beginn an erfolgt die Anbahnung der Fokusregionen gemeinsam mit den zahlreichen Gestalter:innen vor Ort in den Flächenländern. Durch Roundtable-Gespräche mit lokalen und regionalen Akteur:innen identifizieren wir Bedarfe, mögliche Kooperationspartner:innen und entwickeln regionale Entwicklungskonzepte.

Die Stärkung sektorübergreifender Zusammenarbeit auf Augenhöhe bildet den gemeinsamen Kern. Darauf aufbauend setzen die fünf Fokusregionen, orientiert an den jeweiligen Bedarfen vor Ort, eigene Schwerpunkte. Denn Zukunftswege Ost setzt auf vertrauensbasierte Förderung: Wir gehen davon aus, dass Menschen vor Ort oftmals am besten wissen, welche Lösungen in ihrem Kontext tragen. Wo Akteur:innen ihr Erfahrungswissen einbringen und mit den nötigen Gestaltungsspielräumen arbeiten können, entstehen vielfältige Zukunftswege.

Mit partizipativen Anbahnungs- und Entwicklungsprozessen, langfristiger und vertrauensvoller Förderung sowie systematischem Wissenstransfer zwischen den Regionen schaffen wir die Voraussetzungen für die wirkungsvolle Arbeit der Koordinierungsstellen vor Ort. So lernen sich Akteur:innen in den Fokusregionen sektorübergreifend besser kennen, entwickeln ein gemeinsames Verständnis für unterschiedliche Arbeitslogiken sowie die Herausforderungen vor Ort und arbeiten gemeinsam an konkreten Vorhaben für ihre Region.