Du möchtest in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen ein Projekt umsetzen, das Menschen zusammenbringt, demokratische Kultur durch Beteiligung stärkt oder Empowerment fördert und Diskriminierung entgegenwirkt? Dann bring Deine Idee mit Unterstützung unseres Mikrofonds auf den Weg.
Der Mikrofonds ist eine der drei Säulen des Gemeinschaftsfonds Zukunftswege Ost. Die Koordination und Verwaltung des Fonds ist bei der Stiftung Bürger für Bürger mit Sitz in Halle (Saale) angesiedelt. Der Gemeinschaftsfonds wird von den Initiator:innen der Gemeinschaftsinitiative sowie von über zwanzig weiteren Förderpartner:innen gemeinschaftlich getragen.
Dank dieser Unterstützung konnten wir seit Juli 2024 bereits über 300 Mikroprojekte mit mehr als 1 Mio. Euro unterstützen. Werde Teil davon! Wir fördern auch Deine Aktion mit bis zu 5.000 Euro, schnell, unkompliziert und ohne Eigenmittel.
Anträge für die 11. Förderrunde (Projektbeginn: August bis Oktober) können zwischen dem 01. April und dem 18. Mai eingereicht werden.
WEN & WO FÖRDERN WIR?
Gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen, die ein Projekt in einem ostdeutschen Flächenland planen.
Im Fokus stehen Mikroprojekte in ländlichen und strukturschwachen Räumen. Für die Bewertung zählt der Landkreis des Umsetzungsortes, nicht der Sitz der Organisation (der sich dennoch in Ostdeutschland befinden muss). Ob ein Ort als ländlich oder strukturschwach gilt, wird auf Basis von wissenschaftlichen Systematiken eingeordnet und fließt in die Förderentscheidung mit ein.
Gemeinnützige Organisationen mit einem gültigen Feststellungs- oder Freistellungsbescheid können einen Antrag stellen, zum Beispiel eingetragene Vereine, Initiativen, Stiftungen oder Bildungsstätten. Auch Kirchengemeinden und Glaubensgemeinschaften mit dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts sind antragsberechtigt. Pro Förderjahr können Projekte derselben Organisation oder Initiative im Rahmen von Zukunftswege Ost maximal zweimal gefördert werden.
Du hast eine Idee, bist aber als Einzelperson oder Teil einer informellen Initiative ohne eigene Rechtsform unterwegs? Kein Problem: Auch in diesem Fall kannst Du einen Antrag stellen, gemeinsam in Kooperation mit einer gemeinnützigen Organisation vor Ort. Wenn Du noch keinen passenden Träger hast, stehen wir Dir gerne beratend zur Seite.
WAS FÖRDERN WIR?
Vieles ist möglich im Rahmen unserer drei Förderbereiche: Wir unterstützen Projekte, in denen Neues erprobt, aber auch Bewährtes weitergeführt oder weiterentwickelt werden kann. Wichtig ist, dass sie Begegnung schaffen, Menschen zur Mitgestaltung einladen und sich für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander einsetzen. Dank der Unterstützung privater Stiftungen können auch Verpflegung, Honorare, Raummieten oder kleinere Anschaffungen im Rahmen des Projekts finanziert werden.
Wir fördern Projekte mit bis zu 5.000 Euro. Dabei haben wir ein Budget für Kleinstprojekte bis zu 2.000 Euro reserviert – Also für Projekte, die mit überschaubaren Mitteln umsetzbar und leicht übertragbar sind. Kofinanzierungen sind möglich, solange die Gesamtkosten des Projekts 30.000 Euro nicht überschreiten.
Je nach Ausrichtung Deiner Projektidee kannst Du in einem von drei Förderbereichen Unterstützung erhalten:
Begegnung & Austausch Wir wollen Menschen zusammenbringen, die sich im Alltag selten begegnen, etwa weil sie aus unterschiedlichen Lebenswelten, Generationen oder Nachbarschaften kommen. Dafür fördern wir Projekte, die niedrigschwellige Begegnungsorte und -anlässe schaffen: Formate, die leicht zugänglich sind und zum Mitmachen einladen. In einem Nachbarschaftstreff oder Erzählcafé können Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Einsamkeit entgegenwirken und neue Formen des Miteinanders vor Ort entstehen lassen. Auch klassische Dialogformate gehören dazu, wie Gespräche, Diskussionsabende oder Veranstaltungen zu gesellschaftlichen und politischen Themen, bei denen Menschen zusammenkommen, zuhören und miteinander ins Gespräch treten.
Demokratische Kultur Demokratie lebt vom Miteinander auf Augenhöhe. Dieser Förderbereich unterstützt Projekte, die demokratische Werte wie Solidarität, Freiheit, Pluralität und Gleichheit praktisch erlebbar machen. Teilnehmende planen Projekte gemeinsam, entscheiden über Inhalte mit und schaffen Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven respektvoll miteinander ausgehandelt werden.
Das kann zum Beispiel die gemeinsame Renovierung eines Treffpunkts im Dorf sein, bei der alle Beteiligten über Nutzung und Gestaltung gemeinsam entscheiden, oder die gemeinschaftliche Produktion eines Podcasts, in dem über Zukunftsthemen des Ortes diskutiert wird und unterschiedliche Meinungen eingebracht werden. So wird Demokratie durch Mitgestaltung in der Projektumsetzung erfahrbar.
Empowerment & Abbau von Diskriminierung Der Teilbereich Empowermentrichtet sich an Menschen, die aufgrund gesellschaftlicher Ungleichheiten im Engagement unterrepräsentiert sind und strukturelle Diskriminierung erfahren. Wir möchten Projekte fördern, die von der Zielgruppe selbst entwickelt und gestaltet werden, um eigene Anliegen sichtbar zu machen, Selbstbestimmung zu stärken und Räume nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Das können zum Beispiel Safer oder Braver Spaces wie Vernetzungstreffen sein, oder Projekte wie die gemeinsame Entwicklung einer Ausstellung, die Diskriminierungserfahrungen sichtbar macht.
Im Teilbereich Abbau von Diskriminierung fördern wir Projekte, die Diskriminierung im Alltag sichtbar machen, hinterfragen und abbauen. Das bedeutet zum Beispiel, dass Projekte eine Einladung schaffen, eigene Verhaltensmuster zu reflektieren und sich für eine diskriminierungssensible Gesellschaft einzusetzen. Dies kann auf ganz kreative Weise passieren, etwa durch das Reflektieren der eigenen Position innerhalb eines Theaterstücks oder auch durch einen Anti-Diskriminierungsworkshop unter professioneller Anleitung, in dem Vorurteile und Diskriminierungsmechanismen gemeinsam aufgearbeitet werden.
Du bist unsicher, ob Deine Projektidee zu einem unserer Förderbereiche passt? Mit unserer Checkliste kannst Du schnell prüfen, ob Deine Idee zum Mikrofonds passt. Wenn Du Dich in den Orientierungsfragen wiederfindest, passt Deine Idee wahrscheinlich gut zu uns. Dann freuen wir uns auf Deinen Antrag!
Innerhalb unserer Fristen einreichen und vorab über die Förderbedingungen informieren.
Mai & Juni
Prüfung
Prüfung formaler & inhaltlicher Kriterien (z.B. formale Kriterien, Vollständig-/Gültigkeit des Bescheids, Passung zu den Förderschwerpunkten)
Juni & Juli
Bewertung
Jeder formal korrekt eingereichte und inhaltlich geprüfte Antrag wird durch zwei Jury-Mitglieder begutachtet und bewertet.
Mitte Juli
Rückmeldung
Bis Mitte Juli erhältst Du eine Rückmeldung. Bei einer Zusage erfolgt die Auszahlung Ende Juli nach fristgerechter Einreichung der Fördervereinbarung.
August – Oktober
Projektstart
Zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober kann der Projektzeitraum starten.
Die maximale Projektlaufzeit beträgt 12 Monate.
So erreichst du uns!
Telefonische Erreichbarkeit Jeden Montag von 11:00 bis 13:00 Uhr sind wir telefonisch unter 0345 / 68898 200 erreichbar.
Digitale Infosessions Alle zwei Wochen bekommst Du einen Überblick über die Antragstellung, den Ablauf und kannst zusammen mit anderen Fragen stellen. Unter diesem Link gelangst Du zu den aktuellen Terminen und zur Anmeldung.
Per Mail Wir sind unter zukunftswege-ost@buerger-fuer-buerger.de per Mail erreichbar. Falls Du bereits von uns gefördert wurdest, gib bitte im Betreff Deine Projekt-ID oder ein Stichwort zum Anliegen an, so können wir schneller antworten. Nutze ansonsten auch unser Kontaktformular für Deine Fragen.
Noch Fragen?
Du hast Fragen zur Antragstellung, zu einem laufenden Projekt oder suchst eine Trägerorganisation? Wir helfen gern weiter! Über das Kontaktformular erreichst Du das Team des Mikrofonds Zukunftswege Ost. Bitte wähle den passenden Grund für Deine Anfrage aus, damit wir schnell reagieren können.
Mikroprojekte
Lust auf Beispiele, die zeigen, was Engagement vor Ort bewegen kann? In unserem Mikrofonds entstehen Projekte, die Menschen zusammenbringen, Beteiligung ermöglichen und demokratisches Miteinander stärken.
Alle Einreichungen, die die formalen und inhaltlichen Kriterien erfüllen, werden für die Bewertung durch unsere Jury freigegeben. Die Jury ist das Vergabegremium der Mikroförderung und setzt sich zusammen aus:
Expert:innen aus der ostdeutschen Zivilgesellschaft,
Förderern aus dem Stiftungswesen und der Wirtschaft,
Vertreter:innen ostdeutscher Ehrenamtsstiftungen,
Mitgliedern des Steuerkreises der Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost
Wir wissen um die guten, erprobten wie innovativen und niedrigschwelligen Ansätze vor Ort, die es braucht. Aus diesem Grund machen Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Zivilgesellschaft den größten Teil unserer Jury aus. Diese bringen regionale Kenntnisse sowie Verständnis für die Herausforderungen und Bedürfnisse vor Ort mit.