01. Juni 2026

Engagementbesuch der Staatsministerin Schenderlein mit Zukunftswege Ost

Gemeinsam mit der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Dr. Christiane Schenderlein besuchte unser Team am 1. Juni Zukunftswege Ost – Projekte vor Ort in Nordsachsen.

Einen ganzen Tag nahm sich Frau Schenderlein Zeit, das vielfältige Engagement in drei Orten in Nordsachsen kennen zu lernen und zu erfahren, wie wirkungsvoll unsere Stiftungsinitiative das demokratische Engagement im ländlichen Raum Ostdeutschlands fördert.

Gestartet wurde der Projektbesuch in der Aula des Johann-Walter-Gymnasiums in Torgau. Eva Sturm und Olaf Ebert als Mitinitator:innen der Initiative berichteten über unser Anliegen, private Mittel für das Engagement in Ostdeutschland zu mobilisieren. Wir zeigten auf, welche Förderinstrumente dabei geschaffen wurden und warum uns die Nachwuchsförderung über den partizipativen Gen Ost JugendFonds ein besonderes Anliegen ist.

Musik die verbindet, über Grenzen hinweg

Anschließend gewährte uns das Transkulturelle Musikforum Klänge der Hoffnung musikalische und persönliche Eindrücke ihres geförderten Projekts „Shalomaleikum Jugendorchester“. In diesem interkulturellen Projekt wurden junge Musizierende, geflüchtete Menschen und Eltern über gemeinsames Musizieren zusammengebracht. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Kultur verbindet.

Dabei boten die Projektverantwortlichen nicht nur einen berühenden musikalischen Beitrag, sondern erklärten gemeinsam mit der Schulleitung, inwieweit ihr gefördertes Projekt „Shalomaleikum Jugendorchester“ erfolgreich Vorurteile zwischen jungen Musizierenden, geflüchteten Menschen und Eltern in Torgau überbrücken konnte.

Ein Dorf engagiert sich

Weiter in Ochsensaal (OT von Dahlen) begrüßten uns Engagierte des Dorf- und Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr, in dem mehr als ein Viertel der Einwohner:innen Mitglied sind. Über das gesamte Jahr hinweg finden generationsübergreifende Veranstaltungen statt – umso wichtiger, seitdem 2025 die letzte Gaststätte geschlossen hat und der Gemeinschaftsraum der Feuerwehr der letzte mögliche Treffpunkt im Dorf ist. Die größte Herausforderung ist aktuell, eine Genehmigung für die dauerhafte Raumnutzung zu erhalten, welche die Engagierten motiviert durch die Zukunftswege Ost-Förderung anstreben.

Mehr als Umweltbildung

An der ökologischen Station in Naundorf, geführt vom Grüne Welle e.V., haben wir Jung & Alt beim Einsammeln von frisch geschlüpften Kröten getroffen. Diese brauchen Unterstützung beim Passieren der Straße, damit sie lebend in ihrem Habitat ankommen. Viele Ehrenamtliche koordinieren die zahlreichen Kinder- und Jugendgruppen, um über Aktionen wie diese viel Neues zu Wasserkreisläufen, Artenvielfalt und eine nachhaltige Zukunft zu lernen. Ein über die Jahre gewachsener Treffpunkt im Ort, der über Umweltbildung hinaus generationsübergreifend Menschen zum Austausch, Begegnung und Anpacken zusammenbringt. Der Besuch in Naundorf machte noch einmal deutlich, welchen Unterschied hauptamtliche Koordination im Zusammenspiel mit Ehrenamtlichen bewirken kann und wie notwendig stabile Strukturen für Freiwillige sind.

Danke an Alle Engagierten!


Wir danken allen Engagierten und Frau Dr. Schenderlein für ihre Zeit und die beeindruckenden, ehrlichen Einblicke in die Arbeit! Trotz berechtigter Sorgen vor Ort erlebten wir Zuversicht, eine ungebremste Anpack-Mentalität und ein wirklich ansteckendes Gemeinschaftsgefühl – alles Dinge die für den Erhalt der Demokratie in Ostdeutschland so wichtig sind! 👏


Text: Lisa Wiedemuth, Annika Moll
Fotos: Annika Moll, Zukunftswege Ost